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Apulien ist immergrün, durch Millionen von immergrünen Olivenbäumen, es sei denn es hat gerade geschneit. Richtig weiß, hab ich das Land nie gesehen. Einen sehr schönen Blick hat man auf Küste und Hochplateau, wenn man oben am Pyrrhus-Kanal steht. Schaut man hinunter, erkennt man die Stadt Fasano und weiß, dass danach die Ausgrabungsstätte Egnatia kommt, die Küstenorte Savelletri und Torre Canne folgen. Schaut man Richtung Süden erkennt man, wie das Hochplateau, das vor Millionen von Jahren durch tektonische Bewegungen entstand, von Schluchten durchzogen ist, Flussläufe, die im Lauf der Jahrtausende den Kalkstein auflösten und in den Untergrund absickerten. 

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Apulien ist arm an Oberflächengewässer, aber reich an unterirdischen. Das verdankt man der geologischen Beschaffenheit, dem weichen Kalkstein, der mit dem Sauerstoff, der im Wasser gebunden ist, chemisch reagiert. Dadurch sind viele Höhlen entstanden. Die schönsten sind bei Castellana Grotte. Dieser besondere, weiche Stein hat eine Kultur begünstigt, die über Jahrtausende in Harmonie mit der Natur entstand. Heute zeugen davon unzählige  Grotten und Felsenkirchen, viele interessante unterirdische Ölmühlen.

Das Gestein zeigt sein Alter und man erkennt, dass es eine Zeit gab, vor vielen Millionen Jahren, wo es noch im Meeresgrund schlummerte, bevor es hochgedrückt wurde. Schalentiere haben diese unterirdische Welt bevölkert, was immer noch sehr gut am Gestein sichtbar ist.

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Über diese Entdeckung war mein Gast sehr erfreut. Es war ein herrlicher Tag und die zu allen Jahreszeiten knatsch-gelb-blühenden, wilden Kräuter ließen sie bereits  den prallen Frühling ahnen. Ja, es ist herrlich, wenn das junge Grün, mit den  in allen erdenklichen Schattierungen gelb strahlenden Blüten, die sonst rote Erde, in einem bewegten gelbgrünen Meer verwandelt!

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