Shepherd-c-030-031-compApulien wurde zwischenzeitlich nicht “Puglia”, sondern “Le Puglie” genannt,  Apulien im Plural. Von der Siedlungsgeschichte her auch nachvollziehbar, denn zwischen dem 13. und 10. Jhd v.Chr. besiedelten Daunier, Peuketier und Messapier das Gebiet,  Volksstämme  die zu verschiedenen Zeiten von Kreta, dem Peloponnes und aus Illyrien (den heutigen Ländern des Balkans) über das Meer kamen. Die Daunier ließen sich im Norden Apuliens nieder, dem Gargano und dem Gebiet um Foggia, die Peuketier im mittleren Teil, um der heutigen Landeshauptstadt Bari  und die Messapier von Griechenland kommend, im Land zwischen den zwei Meeren, von den Römern als Salento (sumpfiges Gebiet) bezeichnet, zwischen Otranto, an der Adria und Tarent,  am jonischen Meer, gelegen.  Die Peuketier nannten ihre Region Japigia. Die Römer hatten wiederum verschiedene Bezeichnungen für Japigia: Apulia z.B., das wahrscheinlich von Apluvia abstammen könnte und meint: Ort ohne Regen. Was sehr zutrifft. Der Salento, wo die Messapier sich angesiedelt hatten, wurde auch Calabria genannt, vermutlich durch  Albanische Einwanderer.  In Calimera spricht man heute noch einen dem Alt-Griechisch verwandten Dialekt “il grico”. Calabria meint “schönes Land”, Calimera “einen schönen Morgen”. Zusammenfassend kann man sicher sagen: man weiß nicht so genau, welche Volksstämme von woher kamen. Wahrscheinlich gab es auch bereits autochtone Bevölkerungsgruppen. Also schlussendlich doch “Le Puglie”, ein Land mit vielen Gesichtern und Geschichten, das man am Besten selbst er-fährt. Ich begleite Sie beim Erleben dieses Landes und erzähle Ihnen wie es geworden ist, was es ist.