20161006_125542_12Das Spiel “Monopoli”  ist nicht hier erfunden! Obwohl es der Stadt selbst es mal so ergangen ist: sie musste sich für über 50 Golddukaten frei kaufen. Monopoli verdankt ihren Namen den historischen Wirren, die dazu führten, dass Egnatia, die 10 km weiter liegende römische Stadt, die von der Via Traiana durchquert wurde, mit dem Einbruch der ersten Barbaren ins römische Reich, den Goten, zerstört wurde und Monopoli, die einst im Schatten der mächtigen Egnatia stand, nun florierte. Die “einzige Stadt”. Aus einem Weiler entpuppte sich ein wichtiger Hafen zwischen Bari und Brindisi, mit Handelsbeziehungen zu vielen anderen Hafenstädten. Sie wurde so wohlhabend, dass sie in der Renaissance, sich von der Herrschaft Venedigs frei kaufen konnte. Der alte Reichtum der  Stadt zeigt sich vor allem im Hinterland mit alten, schönen Villen und Gutshöfen. Auch heute noch kommt vom Meer der Reichtum der Stadt.  Im Fischfang liegt seine wirtschaftliche Stärke. Aber um den Hafen ist es insgesamt ruhiger geworden, der Handel mit den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Mandeln, Öl und Wein findet auf anderen Wegen statt. Die Fischkutter und Boote liegen ruhig schaukelnd da, bis bei Abenddämmerung sie aufs Meer herausfahren.

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Monopoli ist immer noch ein großer Umschlagplatz für  frischen Fisch, täglich findet eine Fischauktion statt. Fischrestaurants bieten einfache und unvergleichlich frisch schmeckende Fischgerichte an. Außer es sich schmecken zu lassen,  sollte man einen Spaziergang entlang der Hafenmauer, am Kastell vorbei, zur Kathedrale,  Madonna della Madia unternehmen. Die Legende um die Entstehung dieser Kirche ist so rührend, dass man sie auf jeden Fall vor Ort  erfahren muss. Auch der botanische Garten verdient besucht zu werden, der in einer Lama, einer Schlucht, mit über 2000 Sorten Pflanzen aufwartet.

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