IMG_7855 fasanoWir sind am Eingang der Schlucht Gravina San Donato angekommen, bevor es zur Felsenkirche geht, noch schnell einen Blick aufs Meer und die Stadt Fasano. Dort werden wir einen Halt und eine Mittagspause machen. Weiter geht es anschließend zur Masseria Maccarone.

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An der Felsenkirche angekommen,geht es nur schub- und paarweise hinein, da der Kultort klein und beengt ist. Lucrezia hat eine Taschenlampe heraus geholt, damit wir in der Kappelle überhaupt etwas sehen. Nach dem Besuch der Felsenkirche, geht es immer weiter runter, in Haarnadelkurven, an Gräsern und blühenden Alpenveilchen vorbei, über Stock und Stein.

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IMG_7943 handDie Stimmung ist heiter und wenn es etwas unwegsam erscheint, ist auch sofort eine helfende Hand in reichweite. Immer wieder erhascht  man einen schönen Ausblick. Man muss ja schauen, wo man die Füße hinsetzt. Und der Duft der Natur ist berauschend. Frühling und Herbst in einem. Frische lila Alpenveilchenfarben und rotbrauner herbstlicher wilder Wein.

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IMG_7987 wildweinUnd wir kommen an vielen Johannisbrotbäume vorbei. Einer erzählt, dass die dunkelbraunen Karruben, die Früchte des Baumes, lecker schmecken, und die Samen alle immer exakt das gleiche Gewicht haben. Ca. 200 Milligramm. Deswegen nutzte man sie in der Antike als Wägeeinheit für Diamanten. Daher auch die Bezeichnung Kar-at. Sie schmecken, die Karruben,  süß-mehlig und nehmen einem den Hunger, der sich jetzt bei mir bemerkbar macht.

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Spannend, was man so nebenbei bei einem Ausflug erfährt.

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Dann haben wir es bis Fasano geschafft, und im Hof eines ehemaligen Klosters der Theresianerinnen machen wir unsere Pause,
 tauschen, was wir so alles in unserem Reiseproviant haben, trinken einen Espresso, und ziehen weiter Richtung Masseria Maccarone, einem historischen Hof inmitten  von 60 Hektar Land.
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IMG_8381 maccaroneIMG_8397Dieser alte Hof ist heute ein B&B.
IMG_8418 gruppoFür die Menschen, die in ihrem Urlaub auf Ruhe aus sind, ein idealer Ort zum entspannen. Um den Hof herum wachsen hunderte von Olivenbäume, die alle eine Geschichte zu erzählen haben. Darüber kommen wir selbst ins Erzählen. Zwar zaghaft, aber dann doch sehr wahrhaftig,  zeigen wir einander auch die verletzlichen, oder verletzen Seiten unserer Persönlichkeit. 
Apulier, ich würde sogar behaupten, Italiener,  knöpfen sich nicht so schnell auf, obwohl wir als ein Völkchen gelten, die gerne und viel, über alles Mögliche und Unmögliche reden. Nur über uns selbst nicht.Wir haben noch einige Kilometer bis zu den Ausgrabungen von Egnazia vor uns, die Abendstimmung ist sanft, das gleichmäßige Gehen löst die Zunge und öffnet das Herz. 

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